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Tagesgeldkonto

Im Prinzip ist das Tagesgeldkonto mit einem ganz normalen Girokonto vergleichbar: Man zahlt einen gewissen Betrag auf das Konto ein und es werden mit der Zeit Zinsen erwirtschaftet. Ein entscheidender Unterschied zwischen den verschiedenen Konten ist die fehlende Zahlungsfunktion beim Tagesgeldkonto. Hier kann man im Gegensatz zum gewohnten Girokonto keine Überweisungen tätigen oder Geld an Automaten abheben. Einziger Weg wie man wieder voll über das Geld verfügen kann, ist das Zurücküberweisen auf ein sogenanntes Referenz-Girokonto. Ein Tagesgeldkonto wird aus diesem Grund nur ergänzend zum ohnehin schon existierenden Girokonto eröffnet.

Ein für den Anleger sehr ausschlagegebendes ist die Höhe der Verzinsung. Diese tendiert bei Girokonten gegen Null. Das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto wird hingegen in der Regel mit etwa 2 – 3% pro Jahr verzinst. In Ausnahmefällen sogar bis zu 6%. Zudem erhebt die Bank im Regelfall keinerlei Kontoführungsgebühren. Ein weiterer Aspekt, der für ein solches Konto spricht ist die hohe Sicherheit. Einlagen unterliegen nämlich der Einlagensicherung. Dadurch sind europaweit 90% der Anlagesumme absolut sicher, maximal jedoch 20.000 Euro. Da höchstens 20.000 Euro gesichert sind, empfiehlt es sich keine größeren Summen auf einem solchen Konto zu lagern, damit das Risiko minimiert ist. Eine Überziehung des Kontos ist nicht möglich. Die Tatsache, dass über das Guthaben täglich in voller Höhe verfügt werden kann, macht das Tagesgeldkonto vor allem bei der jüngeren Generation äußerst beliebt. Wenn man beispielsweise einige Ersparnisse besitzt, aber in absehbarer Zukunft einen Hausbau plant, ist es logisch, dass es ungünstig ist das Geld über mehrere Jahre fest anzulegen. Ein Tagesgeldkonto ist aufgrund der gerade beschriebenen deshalb flexibel und die Zinsen sind verhältnismäßig hoch.

Ein zu erwähnender Nachteil ist, dass seitens der Bank kein Zinssatz über längere Zeit garantiert wird. Mittlerweile haben Banken dieses Problem gesehen und garantieren nun meist einen bestimmten Zinssatz für etwa drei bis zwölf Monate. Dadurch hat der Anleger die Gewissheit einen festen Zinssatz zu erhalten und muss nicht täglich mit dem Risiko leben, dass die Zinsen drastisch gesenkt werden. Nach Ablauf dieser Garantiezeit wird das Guthaben zum üblichen Zinssatz verzinst. Oft ist es heutzutage so, dass der Zinssatz in der Garantiezeit ungewohnt hoch ist. Das liegt hauptsächlich an der Absicht der Bank neue Kunde zu gewinnen.

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